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Die Hauptgründe, warum eigener Kaffee auf Reisen praktisch ist
Hotelfrühstücke und Flughäfen sind leider selten ein Garant für hochwertige Bohnen. Häufig trifft man dort auf günstigen, überrösteten Kaffee aus Automaten, der mit einem wohlschmeckenden Getränk wenig gemein hat. Wenn Sie Ihren eigenen Kaffee einpacken, haben Sie Qualität und Frische immer und überall zur Hand. In einer Welt voller neuer Eindrücke ist es manchmal schön, etwas Vertrautes und Tröstliches dabeizuhaben. Das morgendliche Ritual mit dem Lieblingsgetränk kann ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und an Zuhause erinnern – egal, wo auf der Welt Sie sich gerade befinden.
Kaffee kann in touristischen Gegenden überraschend teuer sein. Während eines einwöchigen Urlaubs können sich die Ausgaben dafür zu einem hohen Betrag summieren. Ein Vorrat von zu Hause spart Geld, das sich besser in neue Reiseerlebnisse investieren lässt. Mit eigenem Kaffee können Sie Ihre Tasse jederzeit und überall genießen – beim Sonnenaufgang am Strand, in einer Berghütte oder einfach genau dann, wenn Sie Lust darauf haben. Und nicht zuletzt: Sie sind nicht auf Öffnungszeiten von Cafés oder auf die Nähe zur Zivilisation angewiesen.
Ganze Bohnen oder gemahlener Kaffee – was nimmt man am besten mit?
Bohnenkaffee bewahrt Frische und Aroma deutlich länger. Wenn Sie Platz für eine Handmühle haben, greifen Sie auf jeden Fall zu ganzen Bohnen. Die Kaffia Tall Mühle ist der perfekte Reisebegleiter – leicht, kompakt und zuverlässig. Außerdem können Sie den Mahlgrad individuell an Ihre bevorzugte Zubereitungsmethode anpassen.
Gemahlener Kaffee ist die praktischere Wahl für kürzere Reisen oder wenn im Rucksack jedes Gramm zählt. Luftdicht verpackt bleibt er etwa eine Woche bis zehn Tage ohne nennenswerten Qualitätsverlust haltbar. Er lässt sich schneller zubereiten und erfordert keine zusätzliche Ausrüstung.
Wie viel Kaffee sollte man einpacken und wie lagert man ihn richtig
Für den normalen Wochenverbrauch sollten Sie mit 150–200 Gramm gemahlenem Kaffee pro Person rechnen – das entspricht etwa ein bis zwei Tassen pro Tag. Teilen Sie den Kaffee am besten in mehrere kleine, luftdichte Beutel auf. Falls einer beschädigt wird, verlieren Sie nicht gleich Ihren gesamten Vorrat.
Tipp! Beschriften Sie die Beutel mit den Wochentagen – so sparen Sie sich das Nachrechnen und behalten den Überblick über Ihren Verbrauch. Bewahren Sie den Kaffee stets fern von Feuchtigkeit, Hitze und direktem Licht auf.
Ausrüstung für die Kaffeezubereitung unterwegs
Das Aeropress-Set gehört zu den beliebtesten Reisekaffeemaschinen. Es ist kompakt, praktisch unzerstörbar und bereitet innerhalb von zwei Minuten ein hervorragendes Getränk zu. Das Set enthält alles Notwendige für die Zubereitung – einschließlich 350 Filtern, Trichter und Rührstab. Einfach eine Tasse einpacken, und schon können Sie überall in die Rolle des Baristas schlüpfen. Für Liebhaber von starkem Kaffee ist die Bialetti-Mokkakanne die ideale Wahl. Die Ausführung aus Edelstahl ist robuster als klassisches Aluminium und funktioniert sogar auf Induktionskochfeldern.
Das Hario-pour-over-kit oder der elegante Chemex bieten einen klaren, feinen Geschmack. Sie erfordern zwar etwas mehr Aufmerksamkeit und spezielle Papierfilter, aber das Ergebnis lohnt sich. Und wenn Sie eine Nespresso-Maschine besitzen, ermöglichen nachfüllbare Kapseln die Verwendung Ihres eigenen Kaffees anstelle der teuren Originalkapseln. So bleibt die Zubereitung einfach, und gleichzeitig können Sie mit verschiedenen Bohnensorten experimentieren. Eine wiederverwendbare Kapsel kann Dutzende Einwegkapseln ersetzen – und so den Abfall erheblich reduzieren.
French Press – der Klassiker für entspannte Ausflüge
Der French Press ist eine der einfachsten Methoden zur Kaffeezubereitung. Man gibt grob gemahlene Bohnen hinein – in der Regel 60 g Kaffee pro Liter Wasser, also etwa ein Esslöffel pro Tasse. Mit heißem Wasser aufgießen, vier Minuten ziehen lassen und den Stempel nach unten drücken. Das Ergebnis ist ein vollmundiger, intensiver Geschmack. Für unterwegs empfiehlt sich eine Variante aus Edelstahl statt Glas – sie ist stoßfester und hält die Wärme besser.
Der French Press ist ideal für alle, die gerne mehrere Tassen auf einmal trinken oder in einer Gruppe unterwegs sind. Es sind keine Filter oder besondere Technik nötig – man braucht nur etwas Geduld und die Bereitschaft, ein paar Minuten auf die Extraktion zu warten.
Wie man auch ohne spezielles Equipment einen leckeren Kaffee zubereitet
Falls Ihnen kein Wasserkocher zur Verfügung steht, können Sie das heiße Wasser im Hotelbad nutzen. In Notfällen reicht oft auch warmes Wasser aus dem Wasserhahn, obwohl die Temperatur meist nicht ideal ist. Wenn eine Mikrowelle vorhanden ist, können Sie das Wasser darin erhitzen. Alternativ können Sie auch an der Rezeption darum bitten.
Wenn Sie Bohnenkaffee für die Reise eingepackt, aber die Kaffeemühle vergessen haben, keine Sorge. Lassen Sie die Bohnen in einem spezialisierten Café mahlen. Bitten Sie um mittleren Mahlgrad, der am vielseitigsten ist und für die meisten Zubereitungsarten wie Aeropress, Pour-Over oder Mokkakanne geeignet ist. Teilen Sie den Kaffee am besten in kleine Tütchen für einzelne Tage auf.
Improvisation mit der Ausrüstung
Wenn wirklich nichts anderes zur Hand ist, kommt Improvisation ins Spiel. Eine Plastikflasche kann zum Beispiel als Gefäß zum Umrühren dienen. Für die Filtration greift man im Notfall zu einem feinen Teesieb. Und eine Thermoskanne ist nicht nur praktisch zum Transportieren von fertigem Kaffee, sondern auch als Behälter für heißes Wasser geeignet.
Reise-Checklisten nach Zubereitungsart
Für Aeropress
Für Mokka-Kanne
Für Pour-Over
Weiteres Zubehör
Praktische Tipps für besseren Kaffeegenuss
Wasser macht bis zu 98 % einer Tasse Kaffee aus – seine Qualität beeinflusst daher maßgeblich den Geschmack. Wenn das Leitungswasser stark nach Chlor schmeckt, lassen Sie es etwas stehen oder greifen Sie zu Flaschenwasser. Die ideale Brühtemperatur liegt zwischen 90 und 96 °C. Trinken Sie den Kaffee innerhalb von 15 Minuten nach der Zubereitung – danach beginnt sich der Geschmack zu verändern, meist wird er säuerlicher..
Im Flugzeug bitten Sie die Flugbegleiterin oder den Flugbegleiter um heißes Wasser für Tee – das lässt sich auch für den AeroPress oder eine Instantvariante verwenden. In ausländischen Zügen gibt es ebenfalls häufig einen Automaten mit heißem Wasser. Auf längeren Reisen sollten Sie eine Thermoskanne nicht vergessen.
Camping und Outdoor-Aktivitäten
Fürs Camping ist die Kombination aus tragbarem Kocher und Mokkakanne oder AeroPress ideal. Die Mokkakanne kann direkt über dem offenen Feuer verwendet werden – aber Vorsicht vor dem Überkochen! Für Outdoor-Enthusiasten gibt es sogar ultraleichte Titan-Varianten der Grundausstattung.
Auch wenn eine Küche vorhanden ist, ist die Ausstattung vor Ort nicht immer ideal. Nehmen Sie einen eigenen Wasserkocher oder zumindest hochwertigen Kaffee mit – das lokale Angebot in den Geschäften kann begrenzt oder von minderer Qualität sein. In tropischen Regionen ist es besonders wichtig, den Kaffee vor Feuchtigkeit zu schützen. Doppelt in Plastiktüten verpackt ist ein absolutes Muss.
Der Geschmack der Freiheit in jeder Tasse
Eigener Kaffee auf Reisen bietet drei entscheidende Vorteile:
- finanzielle Ersparnis (eine Tasse selbstgemachter Kaffee kostet nur einen Bruchteil des Preises im Café),
- Kontrolle über die Qualität,
- Eine kleinere ökologische Fußabdruck.
In einer Woche sparen Sie einen hohen Betrag und Dutzende Einwegverpackungen ein. Investieren Sie in hochwertiges Reise-Equipment und entdecken Sie, wie sehr ein guter Morgen Ihren ganzen Urlaubstag verändern kann. Außerdem haben Sie damit ein Gesprächsthema mit Mitreisenden oder Einheimischen, die Sie bei der Zubereitung beobachten. Für Allergiker oder Personen mit empfindlichem Magen ist der eigene Kaffee zudem eine Sicherheit, da Sie genau wissen, was Sie trinken.



